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Seeds of Sorrow

Amidst the ruins of the Thirty Years’ War, despair resounds in cries for consolation. Hammerschmidt, Vierdanck and Kerrl.

As the Thirty Years’ War swept through 17th century Europe, it left behind a continent scarred by suffering and destruction. Death and desolation carved deep marks into the soul of society, echoes of which resounded in its art. The music of this era speaks of profound anguish, fear, an agonizing distance from God, and the haunting feeling of abandonment. And though religion may hold less sway in our modern lives, the emotions remain timeless: fear, loneliness, the aching awareness of our own frailty, and a yearning for deliverance, for something greater than ourselves.

The selected works by Hammerschmidt and Vierdanck, much like seeds of sorrow, grew out of the rubble of a shattered world. Yet even amidst the pervasive sorrow and pain, glimmers of hope for salvation begin to stir—an unquenchable longing for peace and joy. The musicians journey through these shifting emotional landscapes, sometimes stripped down to two or three voices, sometimes swelling in full ensemble, oscillating between despair and hope. In this way, they forge a bridge between the language and expression of the 17th century and the hearts of today’s listeners.

Praktische Informationen

Komponisten
Kerll · Hammerschmidt · Vierdanck
Besetzung
CCATB & continuo (organ)
Dauer
ca. 60 min
Stimmung
A=440 Hz, quarter-comma meantone
Anforderungen
Chest organ
Bühnenaufbau
5 singers and chest organ. Standard concert setup.
Anmerkungen
The programme can be performed without interval (ca. 60 min.) on request. A longer version including works by amongst other Pohle and Zachow is also available.
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Seeds of Sorrow

Programm

  1. KerllToccata IV “Cromatica con Durezze e Ligature”
    • Org solo
    • Toccate, canzoni ed altri sonate (1676).
  2. HammerschmidtHerr, wie lange willst du mein so gar vergessen
    • CCATB bc
    • HaWV 140·Musikalische Andachten II (1641).

    Herr, wie lange willst du mein so gar vergessen?
    Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?
    Schau doch und erhöre mich, Herr, mein Gott!

    Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele
    und mich ängsten in meinem Herzen täglich?
    Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?
    Schau doch und erhöre mich, Herr, mein Gott!

    Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe,
    daß sich mein Feind sich rühme, er sein mein mächtig worden,
    und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederliege.
    Schau doch und erhöre mich, Herr, mein Gott!

    Text: Psalm 13

  3. HammerschmidtWende dich Herr und sey mir gnädig
    • AB bc
    • HaWV 135·Musikalische Andachten I (1638).

    Altus
    Wende dich, Herr, und sei mir gnädig,
    denn ich bin einsam und elend,
    Die Angst meines Herzen ist groß,
    führe mich aus meinen Nöten.

    Bassus
    Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn
    und mein trautes Kind?
    Denn ich gedenk noch wohl daran,
    was ich ihm geredet habe.

    Altus
    Siehe an meinen Jammer und Elend
    und vergib mir alle meine Sünden.

    Bassus
    Darum bricht mir mein Herz gegen ihm,
    daß ich mich sein erbarmen muß

  4. VierdanckMeine Harfe ist zur Klage worden
    • CATB bc
    • Ambrosius Profe, Ander Theil Geistlicher Concerten und Harmonien (1641).

    Meine Harfe ist zur Klage geworden
    und meine Pfeife ein Weinen.

    Text: Hiob 30, 31

  5. KerllCanzona No. 1 in D minor
    • Org solo
  6. HammerschmidtAch Gott, warumb hast du mein vergessen!
    • T solo SATB bc
    • HaWV 245·Musikalische Andachten V (1652).

    Ach Gott, warum hast du mein vergessen,
    warum muß ich so traurig gehen,
    wenn mein Feind mich dränget?
    Was betrübst du dich,
    wir haben einen Gott, der da hilft.
    Was betrübst du dich, meine Seele,
    und bist so unruhig in mir?
    Harre auf Gott,
    wir haben einen Gott, der da hilft.
    denn wir werden ihm noch danken,
    dass er meines Angesichtes Hülfe
    und mein Gott ist.
    Wir haben einen Gott, der da hilft.
    Alleluja

    Text: Psalm 42, 46, 68

  7. HammerschmidtWie der Hirsch schreyet
    • CCB bc
    • HaWV 63·Musikalische Andachten I (1639).

    Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser,
    So schreit meine Seele, Gott, zu dir.
    Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
    Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?

    Text: Psalm 42

  8. HammerschmidtErbarm dich mein, o Herre Gott
    • CCATB bc
    • HaWV 139·Musikalische Andachten II (1641).

    Erbarm dich mein, o Herre Gott,
    nach deiner großn Barmherzigkeit.
    Wasch ab, mach rein mein Missethat,
    ich kenn mein Sünd und ist mir leid.
    Allein ich dir gesündigt hab,
    das ist wider mich stetiglich;
    das Bös vor dir mag nicht bestehn,
    du bleibst gerecht, ob urtheilst mich.

    Text: Paraphrased after Psalm 51 by Erhart Hegenwalt, 1524 in Erfurt Enchiridion.

  9. VierdanckLobe den Herrn
    • CCC bc
    • Geistliche Konzerte I (1642).

    Lobe den Herren, meine Seele!
    Alleluja!
    Ich will dem Herren singen mein Leben lang
    und meinen Gott loben, solange ich bin.
    Meine Rede müsse ihm wohl gefallen.
    Ich freue mich des Herren.
    Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden,
    und die Gottlosen nicht mehr sein.

    Text: Psalm 104, 33-35

  10. HammerschmidtWie lieblich sind deine Wohnungen
    • CCATB bc
    • HaWV 135·Musikalische Andachten II (1641).

    Wie lieblich sind deine Wohnungen,
    Herr Zebaoth!
    Meine seele verlanget und sehnet sich
    nach den Vorhöfen des Herrn;
    mein Leib und Seele freuen sich
    in dem lebendigen Gott.

    Text: Martin Luther

  11. VierdanckSchaff in mir Gott
    • CCA bc
    • Geistliche Konzerte I (1642).

    Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz
    und gib mir einen neuen gewissen Geist.
    Verwirff mich nicht von deinem Angesichte
    und nimm deinen heilig’n Geist nicht von mir.
    Tröste mich wieder mit deiner Hülffe
    Und der freudige Geist enthalte mich.

    Text: Psalm 51, 12-14

  12. HammerschmidtDie mit Tränen Säen
    • CCATB bc
    • Musikalische Andachten V (1652).

    Die mit Tränen säen,
    werden mit Freuden ernten.
    Sie gehen hin und weinen
    und tragen edlen Samen
    und kommen mit Freuden
    und bringen ihre Garben.

    Text: Psalm 126